Steirischer Tennisverband
Verbands-Info

Sportinfrastruktur als Schlüsselfrage für Österreichs Sportzukunft

Österreichs Sport benötigt eine nationale Sportstrategie und dringende Investitionen in moderne Infrastruktur.
Verfasst von: Presseaussendung, 18.09.2026
© ÖTV / Vanja Lazić
Im Stadion für den Davis Cup Österreich gegen Belgien am WAC, von links nach rechts: Gerd Bischofter (Geschäftsführer Sport Austria), Richard Grasl (ÖTV-Präsident), Hans Niessl (Präsident Sport Austria), Josef Pröll (ÖFB-Präsident), Martin Kirnbauer (WAC-Präsident), Thomas Schweda (ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft), Thomas Hollerer (ÖFB-Geschäftsführer).

Das fordern Sport Austria, der Österreichische Fußball-Bund und der Österreichische Tennisverband in einer gemeinsamen Erklärung.

Im Vorfeld der Davis-Cup-Begegnung Österreich gegen Belgien fand am Freitag am Wiener Athletiksport Club (WAC) ein Runder Tisch zur Zukunft der österreichischen Sportinfrastruktur statt. Sport-Austria-Präsident Hans Niessl, ÖFB-Präsident Josef Pröll und ÖTV-Präsident Richard Grasl waren sich dabei einig: Österreich benötigt eine langfristige, strategische und sportartenübergreifende Infrastrukturpolitik, um den Anforderungen des Spitzen- und Breitensports auch in Zukunft gerecht zu werden. Im Mittelpunkt des Austausches standen moderne Sportstätten, eine verlässliche Finanzierung des Sports und die Frage, wie Infrastrukturprojekte nachhaltig geplant und genutzt werden können. Die Vertreter der drei Organisationen verbinden ihre Anliegen mit einem konstruktiven Appell an die politische Verantwortung, den Sport als Zukunftsinvestition für Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft zu begreifen.

„Österreich braucht eine klare Sportstrategie, moderne Infrastruktur und eine verlässliche Finanzierung – für Spitzen- und Breitensport“, betonte Sport-Austria-Präsident Niessl. „Sport ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in Gesundheit, Prävention und Wirtschaft und damit auch in die Entlastung des Staatsbudgets. Diese Aspekte müssen auch in die Glücksspielreform einfließen: Die Finanzierung des Sports durch Sportwetten und Glücksspiel hat in Österreich seit 1948 Tradition. Selbst in den dunklen und schwierigen Nachkriegsjahren wurde bei der Einführung des Sporttoto der Sport bereits mitgedacht. Dieses Prinzip wurde 1986 mit der Gründung der Österreichischen Lotterien fortgeführt und muss auch diesmal beibehalten werden: Wenn diese Reform dem Staat, wie kolportiert, hunderte Millionen Euro zusätzliche Konzessionseinnahmen bringt, muss davon auch der organisierte Sport in einem angemessenen Ausmaß profitieren“, erwartet sich Niessl.

Sport Austria fordert insbesondere eine nationale Sportstrategie statt einzelner Maßnahmen, Investitionen in moderne Infrastruktur für den Leistungs- und Breitensport sowie eine bessere und effizientere Nutzung bestehender Sportstätten.

ÖFB: Infrastruktur schafft sportlichen und wirtschaftlichen Mehrwert

Aus Sicht des Österreichischen Fußball-Bundes ist moderne Sportinfrastruktur eine zentrale Voraussetzung für sportliche Entwicklung, Leistungsfähigkeit und erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Der neue ÖFB Campus sei ein Beispiel dafür, welches Potenzial durch nachhaltige und bedarfsorientierte Infrastrukturprojekte geschaffen werden könne. Er eröffne neue Möglichkeiten für Ausbildung, Entwicklung und Vernetzung innerhalb des österreichischen Fußballs und zeige zugleich, dass Investitionen in den Sport auch wirtschaftlich erfolgreich sein können. „Der ÖFB Campus ist ein Leuchtturmprojekt für den österreichischen Sport. Die Entwicklung des ersten Betriebsjahres zeigt eindrucksvoll, dass sportlicher Nutzen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen. Statt eines budgetierten Minus von rund einer Million Euro verzeichnen wir aktuell ein Plus in ähnlicher Größenordnung“, sagte Pröll.

Der ÖFB-Präsident und Ex-Vizekanzler sprach sich darüber hinaus für eine langfristige Vision aus: „Österreich muss den Mut haben, in einen konkreten Prozess inklusive Machbarkeitsstudie für eine moderne Multifunktionsarena zu starten. Eine solche Infrastruktur muss unterschiedlichen Sportarten ebenso zur Verfügung stehen wie internationalen Großveranstaltungen, Konzerten oder Events. Das schafft Synergien, von denen der gesamte österreichische Sport, aber auch die Wirtschaft und der Standort profitieren.“ Eine derartige Arena könnte etwa auch als Austragungsort für internationale Bewerbe wie den Davis Cup im Tennis dienen und Österreichs Position als Gastgeber bedeutender Sportveranstaltungen nachhaltig stärken.

ÖTV fordert Lösung für infrastrukturelle Schieflage

Gerade der Davis-Cup-Länderkampf gegen Belgien verdeutliche die infrastrukturellen Herausforderungen, mit denen sich der Österreichische Tennisverband konfrontiert sieht. Derzeit verfügt der ÖTV über kein eigenes Tennisstadion, das für Länderspiele im Davis Cup oder Billie Jean King Cup sowie für größere internationale Turniere geeignet wäre. Für Veranstaltungen wie das aktuelle Davis-Cup-Duell müsse daher entweder auf Hallen zurückgegriffen oder eben temporär ein Stadion errichtet werden. Dies sei weder wirtschaftlich sinnvoll noch nachhaltig und habe im Falle des Davis Cups gegen Belgien eine siebenstellige Investition mit sich gebracht.

Zudem sei man selbst im ÖTV-Leistungszentrum Südstadt nicht Herr im eigenen Haus, obwohl Tennis zu den erfolgreichsten und mitgliederstärksten Sportarten Österreichs zählt. „Der Davis Cup zeigt eindrucksvoll, welches Publikum und welche Begeisterung unser Sport erzeugen kann. Gleichzeitig macht er sichtbar, dass Österreich im Tennis seit Jahren mit schweren strukturellen Infrastrukturdefiziten lebt. Als zweitgrößter Sportfachverband des Landes, mit 400.000 regelmäßigen Tennisspieler:innen und 210.000 Vereinsmitgliedern, erwarten wir uns zeitnahe und faire Lösungen, die den Stellenwert unseres Sports entsprechend widerspiegeln und langfristig internationale Veranstaltungen und eine optimale Nachwuchs- und Leistungsförderung ermöglichen“, erklärte ÖTV-Präsident Grasl.

Gemeinsames Ziel

Sport Austria, ÖFB und ÖTV bekennen sich zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und Gemeinden. Alle drei Organisationen sind davon überzeugt, dass Investitionen in moderne Sportinfrastruktur weit über den Sport hinaus große Wirkung entfalten: für Gesundheit, Bildung, Wirtschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die internationale Sichtbarkeit Österreichs als Sportnation. Der Sport ist dazu bereit, seinen Beitrag zu leisten. Jetzt braucht es aber auch gemeinsame Weichenstellungen für die Infrastruktur von morgen.

| ÖTV / Vanja Lazić
© ÖTV
Von links nach rechts: Gerd Bischofter, Josef Pröll, Thomas Hollerer, Thomas Schweda, Richard Grasl, Hans Niessl.
()
ÖTV Rangliste: (Allg. Klasse)
ÖTV Rangliste: (Senioren)
ÖTV Rangliste: (Jugend)
(SiK unsicher sicher)
ITN Austria Spielstärke
Lizenznummer
Geschlecht
Nationalität
Alter
Jahre ()

Altersklasse

Allgemeine Klasse
Jugend
Senioren
Bilanz Gesamt
:0
Gesamt
0:0
Einzel
0:0
Doppel
Punkte Gesamt
Punkte Einzel
Punkte Doppel
Punkte ITF
ITF-World Ranking
Punkte WTA
Punkte ATP
Punkte TE
Ergebnisse – Einzel
Ergebnisse – Doppel
Alle Ergebnisse
Saison wählen
Bilanz
0:0
Einzel
0:0
Doppel
0:0
Gesamt
0
Punkte Einzel
0
Punkte Doppel
0
Punkte Gesamt
Ergebnisse – Einzel
Ergebnisse – Doppel

Spielbericht

Home
:
Gast
3:16
Sätze
64:102
Games

Einzel

1.Satz
2.Satz
3.Satz
Sätze
Games
0:0
Matches: Einzel
0:0
Sätze: Einzel
0:0
Games: Einzel

Doppel

1.Satz
2.Satz
3.Satz
Sätze
Games
0:0
Matches: Doppel
0:0
Sätze: Doppel
0:0
Games: Doppel
Schiedsrichter:
Bemerkung:
Bemerkungen des Gruppenleiters:
Team name
Verein:
Mannschaftsführer:
Mannschaftsführer (Stv.):

#
Mannschaft
SP
Punkte
:

Spielplan

Spieler

Rang
Name
ITN
Einzel
Doppel
Gesamt
| Vereinsnummer:
Adressen
Plätze
Anzahl
Art
Belag
Funktionäre
Funktion
Name
» Begegnungen gefunden»
Datum
Gruppe
Heimmannschaft
Gastmannschaft
Matches
Sätze
Games